Lassen wir das. Oder? #ironbloggerhm

Der letzte Artikel hier ist nun auch schon wieder drei Wochen her. Dabei fehlt mir gar nicht die Zeit zum Bloggen – ich nehme sie mir einfach nicht. Sollte ich mir mehr Zeit dafür nehmen?

Eigentlich “leidet” darunter nur dieses Blog – drüben auf nullenundeinsenschubser.de gibt’s mehr Artikel, und die erzählen auch, womit und wo ich die Zeit verbringe. Unter anderem auf dem #fbcamp.

Wie wäre es, wenn ich mit zwei Blogs an den Ironbloggern Hameln teilnehme? Denn mindestens ein Beitrag alle zwei Wochen pro Blog dürfte zu schaffen sein. Ich müsste mich mal bei Thomas erkundigen, der ja auf seinem Server und mit seinen Skripte die Website der Ironblogger Hameln betreibt – danke dafür, übrigens. Schon allein deswegen gebe ich nicht so schnell auf, auf wenn ich nun der einzig verbliebene Ironblogger bin – möchte vielleicht noch jemand mitmachen?

Die Sache mit der Zeit und der Zeit und der Zeit.

Das war echt knapp. Zum ersten Mal seit 5 Wochen hat es bis zum Sonntag gedauert, bis ich (mindestens) einen Beitrag zusammengebastelt habe. Das Konzept ‘Ironblogging’ funktioniert, auch wenn ich damit leider nun einziger schuldenfreier Teilnehmer der ‘Ironblogger Hameln‘ bin. ‘Leider’ deswegen, weil ich dann einfach mein Bier selbst zahlen, wenn wir uns denn mal ‘in echt’ treffen – wir sollten mal so langsam einen Termin absprechen!

Aber man kommt ja zu nix… Und damit sind wir ‘schon’ beim Thema des heutigen Beitrags: Zeit.

Maximilian Buddenbohm schreibt im Gegensatz zu mir ‘ne ganze Menge, aber wohl nicht das, was er möchte. So scheint’s, wenn man ‘Keiner weiß, wie es geschah…‘ liest. Auch finde es zunehmend schwerer, sich zu entscheiden, wofür man sich Zeit nehmen möchte. Das klingt negativer, als es gemeint ist: es passieren gerade einige ziemlich interessante Dinge, ich habe die sogenannte ‘Qual der Wahl’ – ich find’s toll. Und es klappt. In nur einer Woche Urlaub, der heute endet, habe ich ne ganze Menge ‘Kinder’, ‘Garten’, ein paar Tage Cuxhaven, ein Konzert im Osnabrücker Rosenhof und (Trommelwirbel, Konfetti, Glitzer!) die Vorbereitungen der Steuererklärung für 2013 untergebracht. Ohne allzuviel Nachdenken – einfach mal so. Soviel zu dieser Sache mit der Zeit.

Die Sache mit weniger Zeit – das Abo der ‘ZEIT’ habe ich abbestellt. Wenn ich ‘nur’ 70% der Einzelausgaben kaufe und lese, wäre ein Abo schon zu teuer. Realistisch sind wohl eher 40%, und das auch nur an langen Winterabenden.

Die Sache mit mehr (als nur) Zeit – zumindest für mich gilt: seit ich wieder eine Uhr trage, habe ich ein wenig mehr Zeit. Denn sie zeigt nicht nur ‘nebenbei’ die Uhrzeit, sondern vor allem Anrufe, Facebook-Beiträge und Twitter-Mentions an – meine Pebble Smartwatch. In der kommende Woche begleitet sie mich schon 14 Tage, dann wird’s auch Zeit für einen kleinen Test, der erscheint dann aber drüben auf www.nullenundeinsenschubser.de.

 

Aber wann?

Verrückt. Ich habe einen (für mich) ganz praktischen Workflow gefunden, wie ich Themen für interessante Blogartikel zwischenspeichere: Artikel aus meinem Feedreader (Reeder 2) wandern per Shortcut in die Safari-Leseliste geschoben. Und von da aus werden sie zum Blogartikel.

Aber wann?

Ich bewundere die Leute, die mehr als einen Artikel pro Woche schaffen. Und wenn jetzt mal Herrn Buddenbohm da raus lassen (der macht das ja beruflich ;-)), haben viele ja echte Jobs… Nein, im Ernst, auch Maximilian hat echt wenig Zeit, und die verbringt auch er am liebsten mit seinen Kindern: ‘Guten Morgen‘ heisst es auch morgen früh wieder, wenn mich @k_zwei um viertel nach sechs aus dem Bett holt und mit mir Frühstück macht. Wenn ich dann etwa ‘ne Stunde später auf dem Weg in’s Büro bin, sind Papa und Sohn gleichermassen zufrieden über die gewonnene gemeinsame Zeit. Überhaupt sollte man die Welt ab und zu durch Kinderaugen sehen – das hat auch gerade Patricia Cammarata getan, die Ihrem Kind im Auftrag eines Möbelhauses eine Kamera in die Hand gedrückt hat.

Und trotzdem gebe ich mir noch mehr Mühe, hier und drüben ein wenig öfter meinen digitalen Senf dazuzugeben.

Ich stelle fest: manchmal muss man einfach drauflos tippen. Aber wann? Jetzt!

Wir sind durchschnittlich. Beim Weihnachtsbaum-Preis.

Irgendwo habe ich gelesen, der Preis für eine Nordmanntanne läge in 2012 bei 32 bis 44 Euro für einen 2m hohen Baum.

Dann haben wir entgegen dem ersten großen Schreck ja doch nicht zu viel bezahlt. Und wir haben den Baum im Wald gekauft, also aussuchen und absägen (lassen) inklusive. Damit die Kinder auch nicht denken, man könne Weihnachtsbäume online bestellen.

Könnte man natürlich schon, finde ich aber komisch. Fast so komisch wie eine Plattform, auf der man Zeit verschenken kann – braucht man dafür das Internet?